Reise blog von Travellerspoint

Eis & Reis

Ha Noi / Le Mat

semi-overcast 27 °C
View Hong Kong / Vietnam 2008 auf vietpat's Reise-Karte.

Die Kanadier wollten nicht mit zum Schlangenfestival. Da ich aber erst morgens meine Mails checken konnte, tat das dem Effekt keinen Abbruch: War eh wach und bin um 8 Uhr allein gefahren. Das war auch hoechste Zeit, denn von der Prozession bekam ich grad noch den Rest mit. Reichte aber auch. Dann ein folkloristischer Schlangentanz... und schon ging das Festival in ein Dorffest ueber. Mit Hahnenkampf, Spielrunden und Karussels.

Worum es eigentlich geht, steht hier:
http://www.vietnamtravelguide.com/article_detail.php?article_id=111&cat=1&sub_cat=8

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Der Ort des Geschehens war 7km ausserhalb Hanois, wo ich mit dem Taxi hin kam. Dabei gilt es den Roten Fluss zu ueberqueren - je Richtung gibt eine Fahrspur plus eine separate fuer Mopeds. Morgens stadtauswaerts ging das noch, trotz eines am Brueckenbeginn liegengebliebenen Busses... aber zurueck war es eine gute Wahl, ein Moped zu nehmen. Wobei ich nunmehr mein Jahressoll an Feinstaub, Russ und Abgasen erreicht habe.

Dann ging es noch mal ans Planen. Und um es kurz zu machen (auch wenns ein paar Stunden dauerte bis zur Entscheidung) - morgen geht's fuer drei Tage zur Ha Long Bucht. Einer von den teureren Veranstaltern erhaelt rundum gutes Feedback, hat ein eigenes Boot und eine Privatinsel mit Bungalows - das sollte reichen, um sich vor den sonstigen Betruegereien rund um Ha Long zu schuetzen. Der zwischenzeitige Plan, erst nach Sa Pa in die Berge zu fahren und das lange Feiertagswochenende auf der Privatinsel zu verbringen wurde von den Wetteraussichten durchkreuzt. Aber immerhin schon mal drei geplante Tage, und dann mal schauen.

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Gestern Abend gabs uebrigens schon leckeres Essen, karamelisiertes Schwein... und heute zu Mittag als erste Mahlzeit Garnelen mit Cashews und Gemuese. Alles sehr lecker, und der Bauch spielt bis auf ganz kleine Kleinigkeiten locker mit. Dafuer gabs auch lecker lokal hergestelltes Kokoseis. Und ne einstuendige Massage fuer 9 Euro, ganz nett... aber der Masseur in der Firma ist besser ;-)

Der heutige Abend ging im Wesentlichen fuer diesen Blog drauf - viel Spass damit!

Wie gesagt, bis zum 1. Mai Abends wirds wohl kein Internet haben - und Hong Kong kommt noch.

Preview:

http://oceanbeachresort.com.vn
http://oceantours.com.vn

Eingestellt von vietpat 21:43 Archiviert in Vietnam Tagged backpacking

Good morning Vietnam!

Hanoi

overcast 27 °C
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Die Nacht war so ruhig, dass ich mich schon fragte obs clever ist in das Hotel an der Bia Hoi-Kreuzung umzuziehen... wobei man sagen muss, dass der Verkehr nicht so viel war - aber man hupt hier halt einfach nur um kund zu tun: Jetzt komme ich, und umso mehr ich hupe desto eiliger habe ich es. Agressiv ist allerdings niemand dabei.
Das mit der Ruhe hatte sich aber erledigt, als die auch an den Luftschaft angeschlossene Familie aufstand...und ab gings ins Classic Hotel, dass fuer ebenfalls 30 Dollar (20 Euro) einen ruhigen, hellen Raum nach hinten hatte... vierte Etage mit Aufzug, Computer auf dem Zimmer (Internet nur phasenweise), Bad, Kuehlschrank, zwei Betten (eins als Ablageflaeche) und nettes Personal. Fuer 18 Dollar haette es auch was gegeben, aber darf ja auch mal was netteres sein. Noch ein kleiner Schwenk in den Fruehstuecksraum - boah, haben die hier tollen Kaffee! Drei Tassen spaeter hatte ich dann auch einen Plausch mit ein paar Daenen hinter mir, zwei Familien mit 5-7 Jahre alten Kindern gemeinsam fuer ein paar Monate unterwegs. Nach einer inzwischen fast abgeschafften Regelung koennen Eltern dort wohl drei Monate fuer 60% des Gehaltes freinehmen - davon kann man in Vietnam mehr als gut leben. Dass erzaehl mal einer den Amis/Kanadiern, die nur zwei Wochen im Jahr freibekommen....

Auf zur Stadterkundung! Kreuz und quer durch die kleinen Gassen der Altstadt.. ueberall Garkuechen am Strassenrand, wo die "interessantesten" Dinge gekocht werden. Bei Maecces sind die Chicken Wings paniert - hier erkennt man nach dem Grillen noch prima die Anatomie des Kuekens.
Die Tradition hat auch insofern ueberlebt, als dass es viele Strassen fuer bestimmte Artikel gibt: Eine fuer Strohmatten und Seile, eine fuer Eisenwaren, fuer Gewuerze, fuer Lebensmittel (schon mal ein Netz voll Froesche gesehen?), fuer Schuhe, fuer Fisch... und zum Haareschneiden geht man hier gern an die Hauptstrasse, wo am Baum ein Spiegel haengt und ein Stuhl davor. Die Route des Spaziergangs stand so im Lonely Planet - einstweilen verwunderlich, dass ich mal fuer zehn Minuten gar keine anderen Reisenden sah.

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Das Hotel warnt vor wiederaufgefuellten Wasserflaschen, die auf der Strasse verkauft werden... und klar werden hier Klamotten, CDs und was weiss ich noch alles gefaelscht. Aber auf Platz eins schaffte es die gefakete "German Kleinigkeit": Nachgemachte Raffaelos im Supermarkt, im gleichen Look - nur kein Wort von Ferrero drauf, sondern irgendwas Phantasievolles.

Es begab sich zur Nachmittagszeit, dass ich ein Fahrradtaxi suchte. Was in sofern erwaehnenswert ist, dass ich heute schon mindestens 58mal deswegen angeschwatzt wurde. Gehoert wohl auch zu Murphys Gesetzen, dass man gerade dann ne Viertelstunde suchen muss. Geschaeftig sind sie ja: Eine in vielen Reisefuehrern empfohlene Konditorei ist umgezogen, und heute morgen sprach mich an der alten Adresse doch prompt jemand mit dem Umzugsflyer in der Hand an, ob er mich dort hin fahren solle. Wollte ich da nicht, aber jetzt. Nun, die Konditorei hab ich nicht gefunden... lag aber zufaellig direkt am Literaturtempel, dem wohl wichtigsten der Stadt. In den Grundzuegen seit 1070 bestehend, war es die erste Universitaet an der die Soehne der Mandarine ausgebildet wurden. Bestehend aus fuenf Hoefen (Gruss nach Muenchen :-)) arbeitet man sich von Gruenflaechen und Wasserbecken ueber Pavillons zum eigentlichen Tempel vor.

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So, das gemuetliche Fahrradtaxi (wo man vorne drin sitzt) hatte ich schon hinter mir: Jetzt gehts aufs Ganze! - Mit dem Mopedtaxi als Sozius zurueck in die Altstadt. War ganz putzig, und bis auf das Anfahren auf der sechsspurigen Strasse unspektakulaer: Einfach mal links gegen den Verkehr loslegen und gezielt nach rechts vorarbeiten. Helme tragen sie uebrigens alle.

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In Hanoi gibt"s noch so einiges zu sehen, aber es gilt die Frage zu klaeren, was man danach unternimmt... und das ist hier noch etwas anstrengend. Zum einen soll es nach Sa Pa in die Berge gehen, dorthin aber keinesfalls am Wochenende: Der 30.4. und 1.5. sind hier Feiertag, bis zum Sonntag ist wohl das ganze Land unterwegs. Und auch besonders gern in die Berge. Die Ha Long Bucht (Unesco Weltkultur Tralala) ist natuerlich Standardprogramm, die Frage ist nur ob selbst organisiert (moeglich, flexibel - aber aufwaendig und ggf. zeitintensiver) oder sich einer Tour anschliessen. Dazu muss man wissen, dass die Vermittler in Hanoi einem *alles* erzaehlen, damit man bei ihnen bucht... und am Ende entscheidet das teilweise das Glueck, auf welchem Schiff man landet und ob es vielleicht doch Kacke wird. Oder einfach fuers Doppelte beim Marktfuehrer buchen und die Garantie haben, dass alles eine Klasse besser ist. Und wohin nun am langen Wochenende..?

Damit komme ich heute nicht weiter, bin einstweilen etwas angespannt... moechte zwar kein Pauschaltourist sein, aber einen Tacken easier duerfte es grad schon mal sein. Und andere Reisende trifft man auch nicht. Menno. Nach einer weiteren Tour gehts einfach in ein vom Lonely Planet empfohlenes Restaurant, wo es in der Tat sehr lecker ist... und prompt kommt man ins Gespraech, mit Phil und seiner Freundin die so heisst wie die Filmpartnerin von Patrick Swayze (irgendwas mit J?) deren Namen ich weder kenne noch mir merken kann. Egal, die beiden sind jedenfalls aus Kanada, ein deutsches Paerchen stoesst auch dazu und so ist die Abendunterhaltung gerettet. Cheers!

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Eingestellt von vietpat 05:43 Archiviert in Vietnam Tagged backpacking

Rechtsueberholen, Kneipenatmosphaere und Chanson

...willkommen in einer Sozialistischen Republik!

overcast 26 °C
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Neues Land, neue Eindruecke: Vor anderthalb Jahren in Rio kam ich an einem alten, dunklen Flughafen an... die Schlange an den zwei geoeffneten Einwanderungsschaltern war ewig lang und es fuhr erst mal kein Bus in die Stadt, weil einer kaputt gegangen war.

Ok, der Flughafen in Hanoi ist auch eher ein 70er Jahre Zweckbau und die Polizisten am Gate trugen diese riesigen Ostblock-Muetzen... aber irgendwie wars doch angenehmer, jede Menge geoeffnete Schalter ohne Wartezeit und dann ab mit dem vorbestellten Taxi in die Stadt. Hatte ja erwartet, dass jemand ein Schild mit meinem Namen hochhaelt - aber Pustekuchen. Nach einigen Minuten sprach mich einer der Fahrer an wohin ich wolle - und ploetzlich hatte er meinen Namen als SMS auf dem Handy. Geht doch.

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Die ersten Eindruecke des Landes: Graues warmes Wetter, gleich hinter dem Flughafenparkplatz stehen die ersten Kuehe neben der Schnellstrasse und bearbeiten die Menschen mit spitzen Hueten den Boden. Und natuerlich der Fahrstil: Hauptsache hupen, jede Luecke durch Rechtsueberholen auffuellen... sofern die rechte der beiden Spuren nicht (wie fast immer) von Mopeds in Anspruch genommen wird. Am Strassenrand gibt riesige Lilienstraeusse zu kaufen... und richtig spannend wirds dann im Zentrum: Da hab ich nicht schlecht gestaunt, als der ich den ersten Riesenschwarm Moppeds sa. Ich kenne da durchaus Leute, die das Geschehen mit ununterbrochenen "Huch!"'s kommentiert haetten... aber ich fands schon spannend, wie es immer irgendwie passt mit den Luecken.

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Irgendwie passte es auch mit der gebuchten Unterkunft, aber dann doch nicht richtig. Im Buch von "Reise Know How" stand zum Hanoi Backpacker zwar "Muss man moegen - aber wenn, dann..." ...doch ich hatte mir etwas persoenlicheres erhofft von einer "von zwei Australiern gefuehrten Unterkunft mit Dachterrasse". Letztere blieb auch im weiteren Verlauf des Abends leer, stattdessen Kneipenatmosphaere im Erdgeschoss, jede Menge junge "Chicks", Abfertigung am Empfang und ich sollte sofort alle reservierten Naechte zahlen, obwohl es Usus ist dass man von Tag zu Tag entscheidet. Das Zimmer zwar ruhig, aber nur Fenster zum Luftschacht.

Kurzum: Hatte eine Unterkunft fuer die erste bereits bezahlte Nacht und machte mich direkt auf die Suche nach was Besserem, diesmal auf den Lonely Planet Reisefuehrer vertrauend.

Damit verbunden natuerlich der erste Stadtspaziergang. Glaube, wenn man den Leuten hier den Witz des Jahres erzaehlen will, muesste man ueber die deutsche Umweltplakette berichten. Es scheint wohl nur so, dass es nicht so schlimm ist mit den Abgasen: Was daran liegt, dass man sie gar nicht mehr merkt mangels Frischluft. Wenn daheim *ein* Mopped kommt, dann stinkst... hier merkt man schon gar nichts mehr.

Die dritte besichtigte Unterkunft sollte es dann auch morgen werden. Darauf erst mal ein Bier. Im Biergarten, der hier so ausschaut, dass man an einer Strassenkreuzung einfach Plastikstuehle auf den Gehsteig stellt - bevorzugt in lustiger Kindergroesse mit Minihockern zum Abstellen der Glaeser.
Da ich eh noch etwas bummeln wollte, ging es in ein "Bia Hoi" (so heisst das hier) ausserhalb des Touriviertels. Was auch prompt dazu fuehrte, dass ich der einzige Europaer war. Zeit fuer die Vietnamesen am Nebentisch, ihre zwei Brocken deutsch einzusetzen: "Wie heissen Sie?". Die Maedels konnten auch drei Brocken englisch, der eine Typ hiess Hai - und prompt war der andere bei "Heil Hitler" und strammgestanden - alle lachten, nur Deutschland ist wohl das einzige Land wo man darueber keine Witze macht. Wie war das bei Monthy Python - "don't mention the war!"? :-)

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Mitten in der Stadt liegt ein See, an dessen Ufer Samstag Abends entsprechend viel los war... und nebenan eine Art Mini-Chanson Wettbewerb, desse Zuschauer was ausschliesslich aus Moped (Bei)Fahrer(innen) bestanden, die einfach mal anhielten.

Der erste Botschafter des Landes war uebrigens Vietnam Airlines, die diesen Cathay Flug durchfuehrten. Topmoderne Maschine und ein so grosser Sitzabstand im A321, dass es fuer die kleine Vietnamesin neben mir wie Business Class sein musste. Und lecker Essen.

Eingestellt von vietpat 17:40 Archiviert in Vietnam Tagged backpacking

Hong Kong

overcast 25 °C
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Hong Kong kommt noch!
Dort gabs fast kein oeffentliches Internet, weils wohl jeder daheim hat.
Und so viel Zeit hatte ich dort ja auch nicht 8-)

Eingestellt von vietpat 12:53 Archiviert in Hong-Kong

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