Reise blog von Travellerspoint

Geschmeidiger Tag in den Wolken

Sa Pa

overcast 25 °C
View Hong Kong / Vietnam 2008 auf vietpat's Reise-Karte.

Wie gut, dass wir gestern unterwegs waren! - Die Sonne brannte zwar einstweilen, aber wenn wie heute das Tal in Wolken liegt, waers um die Aussicht nicht so prall bestellt gewesen.

Selbst hier oben sah man die Wolken die Strassen und ueber die Terrasse schleichen. Hatte eh keine weitere Tour geplant, sondern einfach einen Bummeltag.

Fast haette mir das lange Wochenende hier doch noch Probleme gemacht, verbreiteten doch das Hotel und ein Reisebuero, dass alle Zuege ausgebucht seien. Aber wie sture Westfalen so sind: Man probiert es einfach weiter und bekommt doch noch ein Ticket.
In Sa Pa bezahlt, in Lao Cai vorm Bahnhof von einem Mann mit grossem Umschlag bekommen, dem Anschein nach schon laenger ausgedruckt, 12 Euro stand drauf, 16 hats gekostet - also irgendjemand dealt hier mit Fahrkarten ;-)

Nach den Erlebnissen der letzten Tage gings also heute ruhig zu, und selbige wollten ja auch in diesem Blog festgehalten werden.

An dieser Stelle schoene Gruesse an Lars, der ja letzten Sommer mit seiner Family hier war und folgendes mailte:

Irgendwie schwingt da immer ein etwas entäuscht wirkender Patrick mit - ist das so, bist Du nicht zufrieden mit dem Trip? Ich hab den Eindruck, dass Du einerseits mehr Komfort erwartest, andererseits nicht wie der gemeine Pauschaltouri reisen möchstest ... Asiens Städte sind nunmal laut und stinkig, dafür wird man aber mit den großartigsten Natur-Hotspots, superfreundlichen Menschen und non-convient Food entschädigt.

Da fragt man sich natuerlich, ob was dran ist und/oder andere auch so denken. Also, zuerst einmal: Ich bin zufrieden. Der Zwischenstopp in Hong Kong war auch taktisch sinnvoll, denn direkt nach Hanoi waere wohl echt ein Kulturschock gewesen.
Komfort hatte es bislang ausreichend - schliesslich habe ich stets gescheite Hotels oder Touren ausgesucht. Auch wenn man durch Mitteleuropa reist, erlebt man mal Reinfaelle, doch selbst diese hatte ich bislang nicht. Und vom Pauschaltouri moechte ich mich ja wohl ganz weit entfernt wissen.

Das anstrengendste hier sind zumeist deutsche Touristen. Da geh ich gleich auf Abstand. Hilfe! Eigentlich haben sie es nicht verdient, in meinen Blog zu kommen, aber hier mal ein paar Beispiele: Die Typen auf der Hafenfaehre in Hong Kong, die sich statt die Skyline anzuschauen mit der BILD in der Hand darueber ereifern, wer grad seine Millionen ins Ausland bringt. Der Student aus Bochum, der noch nach Honh Kong wollte, ich haette ihm meinen nicht mehr benoetigten Reisefuehrer sogar geschenkt - und was sagt der? - Och bïn doch nur vier Tage da, denke da brauch ich keinen. Ja dann... gute Nacht & viele verpasste Erlebnisse noch. Oder, und das ist jetzt hart diese Erinnerung zu konservieren *lach... Moni & Armin auf der Ha Long Tour. Um die 50, er Berater, sie Ehefrau... untereinander wie in einer schlechten Loriot-Kopie, dem vietnamesischen Guide erzaehlt er was von Angela Merkel und als sie merkte, dass ich blick- und wortlos auf Distanz ging, da gabs aber ein paar Zoten! Ich hab sie Sabbel & Schnabbel getauft, traf sie in Sa Pa und im Mausoleum wieder... wo sie bezeichnenderweise zweimal von den Wachen zu Ruhe ermahnt wurden. Uaaaah.

Manchmal kann man sich dem ganzen nicht entziehen, dann halt einfach ignorieren :-)

Superfreundliche Menschen? Vielleicht kommen die ja im Sueden. Die einen wollen einem was verkaufen und wuerden nerven, wenn mans nicht an sich abprallen liesse... und einstweilen wird man selbst ignoriert: Wollte wohl Wasser in einer Art Grosshandel kaufen, was nicht ersichtlich war.... man sagte nicht mal "no" und liess mich dumm rum stehen. Andere Deutsche hatten am Bahnhof die Nummer 320 - nach 319 gings mit 321 weiter.

Gestern die Fuehrerin war freundlich, aber sonst...?
Ach uebrigens, auch ne Geschaeftsfrau. Man hatte ja das Gefuehl, da begleitet einen eine Stammesfrau vom Lande... die Frau sammelt ihre Touri-Fotos bei Facebook (Online Poesiealbum oder so, bin ich nicht angemeldet) und traellert hinter mir auf dem Mopped mal fix ins Handy :-)

Eingestellt von vietpat 04:51 Archiviert in Vietnam Tagged backpacking

Ein Bike im Reisfeld...

Sa Pa

sunny 28 °C
View Hong Kong / Vietnam 2008 auf vietpat's Reise-Karte.

Fangen wir doch zur Abwechslung mit den drei Negativen des Tages an:

  • Mir ist eine Fliege ins Auge geflogen
  • Die Tube mit der Antimueckensalbe ist aufgegangen und der Inhalt hat sich an meine Regenjacke rangemacht... was nicht gut fuer kuenstliche Textilien ist - aber auswaschen im Brunnen half wohl
  • Ich hab eine Motorrad im Reisfeld versenkt

Hey, keine Sorge - ist zwar alles passiert, aber ich mach doch nur Spass.
Viel mehr beschleicht mich, wie schon damals in Bolivien/Peru, dass Gefuehl: Die Dinge laufen so gut und es passt teilweise "wie Arsch auf Eimer", dass ichs fast unheimlich finde :-)

Beginnen wir den Tag von vorn, das heisst: Um Viertel vor Fuenf, als der Schaffner weckte. Eigentlich haette man sich da nicht beschweren koennen wenn der Zug zwei Stunden Verspaetung gehabt haette - aber vom Endbahnhof Lao Cai kurz vor der chinesischen Grenze gings noch eine gute Stunde weiter mit dem Minibus nach Sa Pa, viele viele Hoehenmeter und Serpentinen weiter.

Vor dem Bahnhof wartete eine ganze Armada Minibusse. Noch muede, im Regen und verhandlungsfaul liess ich mir 2 Euro statt 1,20 abknoepfen - aber was solls, gelaufen waere ich eh nicht.
Der Ford Transit fuhr bis zum Ende des kleinen Ortes, hielt tatsaechlich direkt vor einem Hotel dass ich mir bereits ausgeschaut hatte - und ich wurde auch direkt angesprochen.
So viele Schlepper und Nepp wie es in Hanoi gibt ist man natuerlich erst mal misstrauisch, vor allem wenn man kein Zimmer ansehen kann. Denn um 6:30 schlafen die Gaeste ja noch, checken aber wegen Trekkingtouren zumeist recht frueh aus.

Ok, wenn beide Reisefuehrer es empfehlen, dann ists wohl eine gute Idee einfach hier zu bleiben. Platz genommen auf der grossen Terrasse, Kaffee und Pfannkuchen geordert... und langsam gaben die Wolken einen grandiosen Blick ins Tal frei. Einer der Gruende fuer dieses Hotel.

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Und die gluecklichen Zufaelle gingen weiter. Den ersten Tag des Halong Bay-Trips verbrachte ich u.a. mit Kate und Dan aus London. Man trifft ja jeden Tag andere Reisende - aber nur selten welche wo man denkt: Hey, die sind aber mal echt sympathisch und man moechte wissen, wie deren Reise (noch drei Monate) so weiter geht. Mailadressen getauscht hatten wir schon - und wer schlaegt zum Fruehstueck auf...? Rrrrrichtig.

Wir beschlossen, die Doerfer der Bergstaemme im Tal gemeinsam per Moped zu erkunden. Die beiden hatten noch was mit fuer Ihre Weiterreise nach Laos zu klaeren, ich bezog mein Zimmer... und spaeter hatten die beiden eine englischsprechende Bergvolk-Dame gefunden, die sich fuer 6 Euro als Guide anbot. Kate ging einfach mal davon aus, dass ich sie mit aufs Moped nehme.

Nun, das Moped war schon ein Motorrad... was ich ja noch nie gefahren bin. Der vermietende Vietnamese (3 Euro am Tag plus 1.60 fuer den Sprit) gab mir eine Minute Theorieunterricht, dann mit mir hinten drauf einmal die Strasse rauf und runter - voila, so schnell macht man hier seinen Fuehrerschein.
Kann mir mal noch jemand erklaeren was an dem Teil "Halbautomatik" ist, wenn ich sowohl rauf als auch runter schalten muss? ;-)

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Schnell noch eine Testfahrt zum Baecker - und ab die Post. Alle paar Kilometer im Tal liegt ein kleines Dorf, wo die Menschen wohl noch so leben wie im urspruenglichen Vietnam. Ok, mit Motorrad und Satellitenschuessel... aber ansonsten oft in tradioneller Tracht, in einfachen Haeusern und als Gemeinschaft. Die Fuehrerin wusste vieles zu berichten; Dan & Kate stellten auch eifrig schlaue Fragen.
Man muss hier schon ein Gefuehl fuer die englische Sprache haben und den entscheidenden Teil dazu denken, will man die Leute verstehen. Mal so als Beispiel die Betonung der Zehnerschritte beim Verhandeln: T'hen, tennti, toetti, fotti, fitti, sitti, sae'hn'ti, aetti... so oder so aehnlich ;-)

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Auf einer Buckelpiste wurden meine frisch erworbenen Motorradkenntnisse dann auf die erste Probe gestellt. Die Damen gingen eh zu Fuss, um ihre Hintern zu schonen.... und ich kaempfte mich wacker voran.
Bei einem Schluck aus der Wasserflasche im Rucksack merkte ich dann, dass sich die Antimueckensalbe geoeffnet hatte und wusch die Jacke erst mal in einer Viehtraenke aus. Shit happens, kein Problem.

Dann kam wirklich ein Stueck, auf dem man schieben musste. Und beim Motorrad entsprechend auch etwas Gas geben muss mit dem Drehgriff. Irgendwie ging der Gaul mit mir durch... zum Stehenbleiben muss man ja eigentlich nur loslassen, aber einstweilen tut man halt das Falsche. So gings ein paar Meter im Rodeo-Stil ueber die Piste, und schwupps stand das Gefaehrt im Modder einer Reisterrasse.

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Hab mir nichts getan, und Hilfe war prompt zur Stelle: Ein junger Einwohner zog es raus, fuhr bis dorthin wo die Strasse besser wurde und machte es im naechsten Feld sauber. Whow, so schnell ist noch nicht mal der ADAC.

Und so guenstig... blieb die Frage: Was gibt man ihm?

Hier mal so ein paar Preise aus Vietnam:

Ananas, direkt am Feld: 0.08 Euro
Leichtes Zapfbier an der Strasse: 0.12
1.5 Liter Wasser: 0.30
Kurzstrecke mit dem Motobike: 0.40
Flasche Bier (750ml): 0.60
Warmes Essen - 1.60
Vernuenftiges Zimmer: 10-20 Euro

Nun denn, ich bot ihm 20.000 Dong = 80 Cent an, er wollte das Doppelte, wir trafen uns in der Mitte... und Kate zufolge schob er mit einem breiten Grinsen ab.
Sind wir doch mal ehrlich: Selbst fuer 5 Euro waer ich froh gewesen, die Karre nicht aus dem Dreck ziehen muessen.
Ist halt immer die Frage, was gerechtfertig ist und hier in "Preissystem" passt. Alles in allem ists nicht tragisch, wenn man mal etwas mehr zahlt (was man auch haeufig tut, denn die Vietnamesen sind besser im Feilschen), doch alles im allem ists ja immer noch recht guenstig hier.

So ging es insgesamt 50 Kilometer durchs Tal und zurueck, mit zahlreichen Stopps. Hier die photographischen Eindruecke dazu:

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Eingestellt von vietpat 17:16 Archiviert in Vietnam Tagged backpacking

Uncle Ho's island in the sun

Ha Long Bucht: Ueber Cat Ba zurueck nach Ha Noi

sunny 28 °C
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Der Bungalow aus Bambus war zwar recht einfach, aber ok. Und bei Flut kam das Wasser bis an die Stelzen. Mit dem Boot nach Cat Ba Town, von dort samt Gepaeck im Minibus in Landeserinnere... wo eine Hoehlenbesichtigung anstand. Erwartete eine normale Naturhoehle... vielleicht war es mal eine, aber diese weisst immer noch Betonwaende in Bunkeratmosphaere auf: Ein Versteck samt Krankenhaus im Berg, wo auch Ho Chi Minh einstweilen unterschluepfte. Mit vielen Raeumen, u.a. auch einem fuers Tischtennis, Betonbadewanne, ein grosser naturbelasser Raum in dem es wohl mal ein Kino gab... schon spannend!

Und aufgesessen zur Radtour, nette knapp 20km mit einigen 10%igen Steigungen und Abfahrten, tendenziell aber eher runter zum Meer. Hatte mich eingecremt, aber die Tube reiste im Gepaeckbus und so konnte ich nicht nachlegen... die Sonne kam mehr und mehr raus und ich lernte den Nieselregen zu schaetzen.

Mit dem Schnellboot zurueck an Land (Industrie Moloch Hai Phong), mit dem Minibus nach Hanoi... wo sich sehr Chef von Ocean Tours persoenlich fuer den Trouble am Dienstag entschuldigte. In seinem Buero das Wetter in den Bergen gecheckt, ein Anruf seiner Assistentin - und schon war ein Ticket fuer den Schlafwagen nach Sa Pa abholbereit. Warum noch mal in Hanoi niederlassen, wenns guten Grund gibt gleich weiterzureisen. Konnte dort duschen, bekam noch einen guten Margaritha... und konnte spaeter recht gut pennen :-)

Eingestellt von vietpat 22:47 Archiviert in Vietnam Tagged backpacking

Auf den Hund gekommen...

Ha Long Bucht / Cat Ba Insel

semi-overcast 27 °C
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Photos bei flickr

Fuer die heute anstehende Wanderung auf Cat Ba Island gabs nur zwei Teilnehmer plus den sehr guten Guide, und somit erstmal eine fast private Schiffstour zum Ausgangspunkt. Nun ja, auf einer gepflasterten Strasse zu einem Minidorf, in dem jeden Tag die Touristen einkehren wars mehr ein 4km-Spaziergang als Trekking, aber die Grillen (?) vom Klang eines Rauchmelders und die dichte Vegetation liess schon etwas Urwald-Feeling aufkommen.
Eigentlich sollte es auch noch auf einen Berg gehen, aber in der Nacht davor hatte es geregnet und der Weg war so glitschig, dass man vielleicht gut hochkommt - aber dann vielleicht mit nur einem Schritt wieder runter.

In besagtem Dorf lagen vor jedem Haus (Beton ohne Fenster & Tueren, einfach Vorhaenge) ein paar niedliche kleine Hunde. Tja, so laeuft das in Vietnam: Man hat ne Zeit lang treudoofe Bewacher, die irgendwann das reife Alter erreichen und im Topf landen. Ob Mischling anders schmeckt als was reinrassiges konnte ich bislang nicht in Erfahrung bringen und werde es auch defitiniv nicht selbst testen. Hoffe auch, es bislang nicht unbewusst getan zu haben... daher sind wir auch die Garkuechen am Strassenrand suspekt - entweder das Tier hat noch Augen oder man sieht nicht mehr, was es mal war.

Rechtzeitig zurueck auf der Privatinsel umrundete ich diese noch mit dem Kajak: Whow, genial... auf dem ruhigen Meer paddeln, an einem Ministrand landen und fuer ein paar Minuten als Eroberer fuehlen (vielleicht zumindest der erste an diesem Tag) und dann in einer groesseren Bucht aufs Meer in die Abenddaemmerung schauen. Mehr davon!

...allerdings bitte ohne das Fischen mit Dynamit, und nachts dann mit Scheinwerfern. Wie gesagt, anstatt sich um Paesse zu sorgen sollten die Behoerden lieber mal den Naturschutz in Angriff nehmen.

Eingestellt von vietpat 22:29 Archiviert in Vietnam Tagged backpacking

Auf ans Meer, in die Bucht, zum real existieren Sozialismus

Ha Long Bucht

overcast 26 °C
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Photos bei flickr

So, raus gehts aus dem lauten Hanoi - drei Stunden mit dem Minibus bis zum Meer. Zwischen Parkplatz und Anleger gibts erst mal eine Mautstelle: Jeder Besucher der Bucht hat fuer den Besuch im Nationalpark zu zahlen. Fuer die Reisegruppe ists im Preis inbegriffen, aber im weiteren Verlauf der Bootsfahrt wird man sich fragen: Tut der Staat auch was fuer das Geld? - Viel mehr Kohle liesse sich machen, wenn man einfach einen viel hoeheren Betrag von jedem fordert, der seinen Muell in das Wasser dieser superschoenen Bucht wirft. Und das tun viele.

Haken wir gleich noch ein weiteres Aergernis ab. Uebrigens gibts hier und da immer mal eins - aber alles immer fix vergessen & erledigt, schliesslich ist man in Suedostasien.
Es begab sich also, dass es hiess: Wir koennen erst in einer Stunde abgelegen, weil doch ein Pass fehlt, von jemandem, der gerade auf der Insel ist und die naechste Nacht auf diesem Boot schlafen soll. Das haette am Vortag bei den Behoerden hier angemeldet werden muessen, der Guide hat aber eine Person vergessen. So lange gibts gratis Getraenke.

Nun, ok... aber Bier bekommt man ueberall auf der Welt, und wir wollten die Bucht sehen. 24 wartende Reisende, die extra eine teurere Tour gebucht hatten - und nun sahen, dass all die Billigtrips laengst unterwegs waren und wir als einzige noch im Hafen lagen. Nach zwei Stunden kippte die Stimmung dann wirklich, und auf Grund der meuternden Touristen sah sich die Crew genoetigt, die Behoerden zu bestechen und dann endlich auslaufen, da das Fax mit der Passkopie nicht kam oder nicht ausreichte...

Ok, der eigentliche Grund war zwar ein Fehler des Guides.. aber den eigentlichen Trouble machten ja die Behoerden, die sich wie gesagt lieber mal um den Naturschutz als um Formalitaeten kuemmern sollten. Aber wenn man in die "Sozialistische Republik Vietnam" reist, muss man halt damit rechnen. Und die Gruppe am naechsten tag war genauso spaet dran - wegen starkem Feiertagsverkehr gabs viel Stau.

Soweit der Exkurs zum "Drumrum" des Reisens hier. Zumindest liefen wir nicht mit zwanzig Schiffen gelichzeitig aus und hatten einen beschaulichen Weg durch die Bucht.
Was es mit dieser auf sich hat: http://de.wikipedia.org/wiki/Vịnh_Hạ_Long

Weiss nicht, ob wir bei frueherem Start mehr Zeit fuer das Kajaken gehabt haetten - auf jeden Fall war es grossartig und haette laenger sein koennen. Wenn man ploetzlich mitten zwischen bewaldeten Inseln durchs ruhige Wasser paddelt, unter einer solchen hindurch.... im Berg darueber Affen hoert und zumindest sieht, wie sich die Wipfel bewegen... dann braucht man eh erst mal eine Zeit, um das Ganze zu begreifen.

Ob Mittags auf dem Schiff oder nachfolgend im Ocean Beach Resort - das Essen war immer klasse. Ein Teller nach dem anderen kam angeflogen, von dem sich dann alle bedienen konnten. Auch die Gruppe des Tages war recht angenehm - also alles in allem doch eine gute Wahl.

Die guenstigen Touren uebernachten eine Nacht auf dem Boot und ggf. eine weitere auf der Cat Ba Insel. Zum einen wollte ich nicht zwischendurch packen & umziehen, zum anderen sah man schon aus der Entfernung dass das 5km gegenueber von Cat Ba Town gelegene Resort auf einer Privatinsel eine gute Wahl war: In der Stadt stehen Hotelhochhaeuser, und es ist einstweilen so laut wie in Hanoi.

Stattdessen ein Bungalow direkt am Strand einer Bucht, Abendessen auf der Terrasse, Dose Bier 1 Dollar... so laesst sichs leben, und der Guide der die Sache mit Pass verbockt hatte entschuldigte sich so sehr, dass man fast ein schlechtes Gewissen hatte. Kommentar eines anderen Reisenden: Soll er froh sein, in Japan haette es Harakiri gegeben...

Das naechtliche Rauschen der Wellen stoerte nur der Generator.
Aber man will ja nicht im Dunkeln hocken....

(Fotos folgen noch)

Eingestellt von vietpat 11:30 Archiviert in Vietnam Tagged backpacking

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