Reise blog von Travellerspoint

Beach Boy oder Easy Rider?

Hoi An

sunny 28 °C
View Hong Kong / Vietnam 2008 auf vietpat's Reise-Karte.

Erst mal ausschlafen. Ein Rad ausleihen. Und die 4 Kilometer zum Strand.
Damit laesst sichs doch leben:

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Bin ein Stueck am Wasser langgelaufen und zurueck, wurde als Nicht-Hotelgast von den Liegen verscheucht, legte mich halt so in den Sand... doch irgendwie... allein am Strand ist oll!
Zum Lesen zu warm & doch windig, und es zogen Wolken auf. Gestern schuettete aus selbigen ploetzlich, und so gurkte ich doch mal wieder zurueck.
Ach uebrigens, bei dem Regen gestern war ich gerade auf dem duerftig ueberdachten Markt, huepfte von Bude zu Bude... und war so natuerlich leichte Beute fuer gezielte Ansprachen der Haendlerinnen ;-)
Es blieb trocken und heiss, so dass ich erst mal weiter bloggte und dann einen Modeladen bzw. Schneiderei aufsuchte, die mir Kate & Dan empfohlen hatten. Wollte mir eigentlich einen Massanzug machen lassen, doch Fragen zu Transport und Qualitaet sowie die Waerme liessen mich davon Abstand nehmen. Aber zumindest mal ein Hemd antesten - fuer 18.- Euro was genau passendes gibts daheim nicht. Mit Namenskuerzel am Aermel 8-)
Die freundliche Beraterin nahm gegen 18 Uhr diverse Masse und schon Morgen Vormittag sollte es fertig sein.

Jetzt noch was essen. Einer Restaurant-Empfehlung des Lonely Planets folgend.
Ich weiss die Qualitaet und Karten sehr zu schaetzen, allerdings sind mit diesem Reisefuehrer fast alle unterwegs. Das heisst: Man folgt dem Rudel. Ok, in Vietnam macht mans das groesstenteils eh so schmal wie das Land ist.

In diesem Fall machten sich aber nicht viele Reisende auf den Weg die paar hundert Meter aus der Altstadt raus ins Cafe 43. Dort angekommen, nahm mir ein strahlender Besitzer das Rad ab, parkte es im Hof und fragte ohne Englisch zu koennen wo ich denn sitzen wolle. Ganz hinten? Nee... vorn allein... hm... ich entschied mich einfach fuer den Tisch der beiden Vietnamesen und orderte die Spezialitaet des Hauses, Pfannkuchen mit Schweinefleisch die man mit Gruenzeug in Reispapier rollt und dann in Erdnusssosse tunkt.

So kamen wir ins Gespraech, und so langsam stellte sich heraus: Die beiden sind Easy Rider, gehoeren also zu jener Motorradgruppe als Da Lat im Bergland, die Besucher durchs Land fahren und ihnen selbiges zeigen. Sie kamen grad hier von einer Mehrtagestour an.
Da wurde ich hellhoerig... war ich doch nicht besonders scharf drauf, mit Zug oder Bus die weiteren 800km nach Saigon zurueckzulegen. Wo es zwar Traumstaende haben soll, aber ich stellte ja heute fest, dass ich nicht so in Strandlaune bin.

Im Lonely Planet steht, dass man ich Da Lat kaum ueber die Strasse gehen kann "ohne dass jemand versucht einen aufs Motorrad zu ziehen", egal ob echter Easy Rider oder was nachgemachtes. Diese waren echt, nicht aufdringlich und gaben mir zur weiteren Meinungsbildung ihr Gaestebuch. Das war in der Tat ueberzeugend und ich beschloss: Kurze Wege im Mittelfeld - das wird gemacht, schliesslich ist es die Chance vom Touripfad abzukommen.

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Die 100 Dollar Anzahlung waren war nachvollziehbar, da sie nicht Gefahr laufen wollten uebermorgen ohne Fahrgast dazustehen, aber etwas misstrauisch ist man ja schon. So bekam ich einen Ausweis und wir machten noch ein Photo... beides sollte ich dann morgen noch an meine Schwester mailen, damit auch jemand weiss mit wem und wo ich unterwegs bin.

Ich bin gespannt!

Und so entspannend ist der Blick aus dem Hotelfenster:

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Eingestellt von vietpat 18:38 Archiviert in Vietnam Tagged backpacking

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